Rede an die Konfirmand*innen 2021

Konfirmation
Bildrechte: Müller-Oldenburg

Unser stv. Vertrauensmann Kai-Uwe Schlißke ist in seinem Grußwort im Namen des Kirchenvorstandes auf die Situation der Konfis in der Pandemie eingegangen. Hier findet Ihr die Rede nochmal zum Nachlesen.

Liebe Konfirmandinnen und Konfirmanden, liebe Eltern, Patinnen und Paten, Freunde und Verwandte,  liebe Gemeinde!

Herzlich willkommen zu diesem Gottesdienst. Wie schön, dass wir gemeinsam feiern können, letztes Jahr ging dies ja nicht. Und wie traurig, dass wir das nur so eingeschränkt tun können, so dass auch nicht alle aus Euren Familien heute mit Euch dabei sein können. Wir alle hätten uns das anders gewünscht – und zwar für Euch, liebe Konfirmandinnen und Konfirmanden. Statt der üblichen samstäglichen Konfi-Treffen gab es überwiegend Online Zusammenkünfte via Zoom-Konferenzen. All dies erschwerte ein Kennenlernen und Zusammenwachsen der Konfis, zumal auch der sonst traditionelle Höhepunkt der Konfivorbereitungszeit, die Freizeit in Eisenach nicht stattfinden konnte.

Trotzdem seid Ihr dabei geblieben und sagt heute Ja zu Gott und zum Glauben – und das in einer Zeit, in der ihr vielleicht das Ja gar nicht so richtig spürt, das Gott zu Euch sagt. Trotzdem feiern wir Gottesdienst. Mit unseren Fragen und unseren Klagen, mit unserer Festfreude. Mit Glauben und Unglauben, mit Zweifel und Hoffnung.

Ihr kennt ja dieses Sprichwort: Der Optimist findet, dass das Glas halb voll ist, der Pessimist sagt, das Glas ist halb leer.Man könnte auch sagen: Der Glaube sagt, das Glas ist halb voll, Der Unglaube sagt, das Glas ist halb leer.

Aber so einfach ist das nicht, dass die einen Menschen den Glauben haben und die anderen den Unglauben. So wie ja auch wir nicht immer optimistisch oder pessimistisch sind. Wir sind immer beides. Optimismus und Pessimismus gehören beide zum Menschsein dazu. Glaube und Unglaube auch. Ich glaube an Gott – und ich weiß auch genau, was alles gegen diesen Glauben spricht. Ich versuche aber, das Glas als halb voll anzusehen. Und ganz wichtig, respektiere und akzeptiere, bleibe im Gespräch mit denen die sagen, das Glas ist halb leer.

Heute sagt Ihr liebe Konfirmandinnen und Konfirmanden, dass Ihr es mit dem Glauben probieren wollt. Als Vertreter des Kirchenvorstandes, das ist sowas wie ein Gemeindeparlament, feiert heute symbolisch die ganze Gemeinde, die ganze christliche Kirche mit Euch. Denn wir sind viele, auch wenn wir heute auseinanderrücken. Hier in der Kirche bleibt so viel freier Raum. Wir laden Gott ein, diesen Raum mit sich selbst zu füllen. Jesus Christus hat gesagt: Wo auch nur zwei Menschen in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen. 

Und so feiern wir diesen Gottesdienst und Eure Konfirmationim Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.